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Jährliche mifm-Umfrage: Münchens beliebteste Politiker

Jährliche mifm-Umfrage: Münchens beliebteste Politiker

Stephanie Jacobs, seit Sommer 2015 Umwelt- und Gesundheitsreferentin der Stadt München, hat es im Ranking der beliebtesten Politiker sofort auf Platz 1 geschafft. Im Rahmen der jährlichen mifm-Umfrage (Münchner Institut für Marktforschung) haben 87,6 Prozent der Befragten angegeben, die Umwelt- und Gesundheitsreferentin sympathisch zu finden.

Die beliebtesten Politiker Münchens

Gerade einmal 12,4 Prozent der Befragten waren anderer Meinung. Bei einer Differenz von +75,2 Prozent sahen der Kulturreferent Hans-Georg Küppers (+73,8) und auch Oberbürgermeister Dieter Reiter (+63,6) fast schon alt aus. Doch auch wenn Jacobs beliebt ist, so kämpft sie mit dem Problem ihrer Bekanntheit. Gerade 6,9 Prozent von 400 befragten Münchnern gaben an, den Namen schon einmal gehört zu haben. Beim Oberbürgermeister sieht der Wert deutlich anders aus; 81 Prozent gaben an, Oberbürgermeister Reiter zu kennen. Seine Stellvertreter Josef Schmid (CSU – ihn kennen 63,4 Prozent) und Christine Strobl (SPD – 45,2 Prozent gaben an, sie zu kennen) sind zwar wenig bekannter, aber den Münchnern dennoch ein Begriff.

Das weitere Ranking

Auch der Fraktionschef der Grünen hat mit 77,5 Prozent einen guten Beliebtheitswert erreicht, jedoch gibt es mit 22,5 Prozent genügend Münchner, die ihn nicht sympathisch finden. Ergibt am Ende Platz 5 – die Differenz liegt bei 55 Prozent. Strobl kommt auf 52,8 Prozent, Schmid überzeugt 22,6 Prozent. FPD-Mann Michael Mattar ist – beinahe schon traditionell – der Unbeliebteste (-29,6 Prozent). Mit -18,8 Prozent ist auch Johann Altmann, Mitglied der Bayernpartei, kein Sympathieträger. CSU-Fraktionschef Hans Podiuk hat ebenfalls nicht viele Sympathien; er erreicht -1,4 Prozent. Alexander Reissl, SPD-Pendant, kommt auf 14,8 Prozent. Die Co-Chefin der Grünen, Gülseren Demirel, erreicht einen Wert von 15,4 Prozent.

Nicht alle sind mit der Rathauspolitik zufrieden

Die Bilanz der aktuellen Rathauspolitik ist jedoch teilweise alarmierend. Auch wenn 56,2 Prozent die Rathausaktivitäten positiv bewerteten und selbst das Wirken des Oberbürgermeisters mit 61,2 Prozent auch durchaus gut aufgenommen werden, gibt es Kritik bei zentralen Themen. Die Kommunalpolitiker fallen vor allem bei den Themen Wohnungsbau sowie Stadtplanung negativ auf; mehr als 50 Prozent gaben dahingehend ein negatives Urteil ab. Dennoch – München ist zufrieden mit den Angeboten des öffentlichen Verkehrs und auch der städtischen Wirtschafspolitik.

Flohmarkt-Ware loswerden: Mit dieser Karte sind Spenden noch einfacher

Flohmarkt-Ware loswerden: Mit dieser Karte sind Spenden noch einfacher

Wer nicht weiß, was er mit seinen ungenutzten Sachen im Keller machen soll, findet auf der Homepage wohindamit.org nun eine Antwort. Der Gedanke der Homepage: Flohmarkt-Ware loswerden und gleichzeitig anderen Menschen eine Freude bereiten. Peter Wehner, Initiator der Plattform, hat es mit seinem Projekt geschafft, beide Seiten – also Spender und Abnehmer – miteinander zu verbinden.

Mit wohindamit.org schuf Peter Wehner eine Plattform für Spender und Abnehmer

Peter Wehner hat vor Jahren – gemeinsam mit Freunden – Geld für ein in Kinderheim in Ruanda gesammelt. Zuerst veranstaltete er Feste; die Getränke wurden für eine freie Spende hergegeben. Danach sammelten sie Waren von Freunden und Bekannten, um diese auf unterschiedlichen Flohmärkten zu verkaufen. Seine Freunde und Bekannten waren froh, endlich die staubbedeckten Kisten und Gegenstände loszuwerden und Wehner glücklich, Geld zu lukrieren. Wehner hat bemerkt, dass die Leute zwar gerne ihre Flohmarkt-Ware loswerden oder auch spenden möchten, jedoch keine Lust haben, die Initiative zu ergreifen. Mit der wohindamit.org-Plattform hat Wehner seine damalige Idee in das World Wide Web verfrachtet. Die Seite ist eine Plattform, die Spender mit Personen verbindet, welche auf der Suche nach diversen Gegenständen sind. Ob es elektronische Geräte, Bücher, Möbel oder Tonträger sind – nach Eingabe der Postleitzahl weiß man sofort, ob sich Menschen in der Nähe befinden, die mitunter Interesse an den Waren haben.

Auch in Österreich und der Schweiz erfolgreich

Bevor die Sachen vorbeigebracht werden, sollte natürlich ein kurzer Anruf erfolgen. Auf der Homepage finden sich auch von den jeweiligen Abnehmern etwaige Steckbriefe; viele Spender wollen gezielt Menschen, Kinder und Organisationen unterstützen. Derzeit sind 300 Abnehmer in der Datenbank registriert. Auch wenn in München die meisten Registrierungen erfolgten, haben sich auch in Österreich und der Schweiz einige Personen gefunden, die sich auf wohindamit.org registriert haben.

Eine unbürokratische und unkomplizierte Plattform

Die meisten Spenden gehen derzeit an den „Weißen Raben“, die „Oxfarm“ und die „Diakonie“. Die Einrichtungen leiten die Produkte dann weiter und helfen den Menschen direkt. Peter Wehner hat mit wohindamit.org eine Plattform geschaffen, die beiden Seiten unbürokratisch und unkompliziert hilft.

Islamistischer Hintergrund bei Münchner Messerattacke vermutet

Islamistischer Hintergrund bei Münchner Messerattacke vermutet

Messerangriff in München! Ein junger Mann attackierte in München mehrere Menschen mit einem Messer; ein Opfer erlag seinen schweren Verletzungen. Der Angriff auf die Passanten hatte höchstwahrscheinlich einen islamistischen Hintergrund. Vier Menschen wurden verletzt, ein Mann getötet. Der Täter ist ein 27jähriger Deutscher.

Drei Verletzte, ein Toter

Der Angreifer, ein 27jähriger Mann, attackierte am S-Bahnhof Grafing am Dienstmorgen mehrere Passanten mit einem Messer. Der wahllos um sich stechende Angreifer verletzte vier Personen; ein Opfer erlag seinen schweren Verletzungen. Ken Heidenreich, Sprecher der Staatsanwaltschaft München II, bestätigte den Vorfall und auch die Tatsache, dass ein Opfer seinen Verletzungen erlag. Der 50jährige Verletzte konnte noch in das Krankenhaus gebracht werden, verstarb aber an den Folgen des Messerangriffs. Für ihn kam leider jede Hilfe zu spät.

Islamistischer Hintergrund „höchstwahrscheinlich“

Heidenreich bestätigte auch, dass es sich um einen politisch motivierten Angriff gehandelt habe. So gab es mehrere Äußerungen am Tatort, die darauf hinweisen, dass ein islamistischer Hintergrund vorgelegen sei. Der Bayerische Rundfunk berichtete ebenfalls über Zeugenaussagen die bestätigten, dass der Angreifer immer wieder „Allahu Akbar“ – „Allah ist groß“ – rief.

Ein Toter, ein Schwer- und zwei Leichtverletzte

Laut Polizei wurden vier Männer verletzt; die Verletzten sind 58, 55 sowie 43 Jahre alt. Der 50jährige Verletzte verstarb an den Folgen des Angriffs; zwei Personen wurden leicht, ein Mann schwer verletzt. Der Täter sei ein 27 Jahre alter Deutscher, der aber nicht aus München oder Umgebung stamme.

Arzt vor Gericht: falsche Fahreignungsgutachten in 101 Fällen

Arzt vor Gericht: falsche Fahreignungsgutachten in 101 Fällen

Ein 69-jähriger Mediziner stellte nach eigenem Ermessen Fahreignungsgutachten aus. Nun wurde er zu acht Monaten auf Bewährung und einem partiellen Berufsverbot verurteilt.

München: In der bayrischen Landeshauptstadt vergab ein 69-jähriger Mediziner äußerst leicht und preiswert positive Fahreignungsgutachten. Die Arztpraxis sowie die Tatsache, unkompliziert an medizinisch-psychologische Gutachten zu gelangen, machte in Taxi- und Busfahrerkreisen schnell die Runde. Eine große Zahl an Berufskraftfahrern reiste an, um sich auf diesem Wege die begehrten Personenbeförderungsscheine zu beschaffen.

Im Gegensatz zu offiziellen Stellen war das medizinische Gutachten in der Arztpraxis schon für schlappe 40 Euro zu bekommen. Eine allgemeingültige Gebührenordnung gibt es nicht, was zur Folge hatte, dass eine breite Klientel von Bad Tölz bis Landsberg am Lech den preisgünstigen Dienst des verantwortungslosen Mediziners in Anspruch nahm. Die Gesundheitstests sind eine grundliegende Voraussetzung für Berufskraftfahrer, um Personen befördern zu dürfen. Beim TÜV oder bei der DEKRA sind die Gesundheitszeugnisse weitaus teurer.

Kraftfahrer, die Personen befördern wollen, müssen sich vor der Berufsausübung stets einem medizinisch-psychologischen Test unterziehen. Das war in den Praxisräumen des Arbeitsmediziners jedoch nicht üblich. Vor dem Amtsgericht München gab der Arzt an, alle Antragsteller auf seine eigene Weise untersucht zu haben, ohne dabei die individuellen Werte zu berücksichtigen. Nach 40 Jahren Berufserfahrung habe es noch nie Regressforderungen gegeben. In der alltäglichen Praxis sah das so aus, dass der Mediziner nach eigenem Ermessen die gesundheitliche Eignung bescheinigte und dabei fiktive Testergebnisse in die Formulare kopierte.

Die Ermittlungen kamen ins Rollen, als einem Mitarbeiter des Landratsamtes München auffiel, dass seit einiger Zeit viele Taxifahrer mit identischen gesundheitlichen Werten in der Bayernmetropole unterwegs waren, die zudem immer vom selben Arzt bescheinigt wurden. Im Oktober 2015 wurde dem Arbeitsmediziner schließlich ein Strafbefehl wegen der Ausstellung falscher Gesundheitszeugnisse in 101 Fällen zugestellt. Doch der Arzt blieb uneinsichtig und legte Einspruch ein.

Der Gesetzgeber verlangt, dass alle Berufskraftfahrer die Personen befördern, ihre Fahrtauglichkeit in einem standardisierten Verfahren beurteilen lassen müssen. Dabei wird das „Wiener Testverfahren“ angewandt. Mithilfe eines Computers werden Probanden eine Reihe von Aufgaben und Schaubilder vorgelegt, die jedoch im Vorfeld der Tests vom Mediziner ausgedruckt wurden. Die Ergebnisse hielt er den Testpersonen vor, die gegebenenfalls auf eine Klingel treten mussten, um ihre Reaktionsfähigkeit zu beweisen.

Am Rande des Gerichtsverfahrens kündigte ein Behördenvertreter an, dass die betroffenen Berufskraftfahrer gebeten werden, neue Fahreignungsgutachten vorzulegen. Das Risiko von gesundheitlich ungeeigneten Personen befördert zu werden sei zu groß. Diese Gefahr sieht ebenso Richter Andreas Schätzl, der neben der achtmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung auch ein dreijähriges partielles Berufsverbot verhängte. Während dieser Zeit darf der Mediziner keine Fahreignungsgutachten mehr ausstellen.

München und das Bier - eine Ausstellung beleuchtet den Weg der letzten Jahrzehnte

München und das Bier – eine Ausstellung beleuchtet den Weg der letzten Jahrzehnte

Das bayerische Reinheitsgebot feiert sein 500. Jubiläum! Mit über 700 Objekten möchte man eine Ausstellung präsentieren, die den wohl wichtigsten Industriezweigs Münchens beleuchtet. Von der Geschichte der Bierbrauerei bis zum Bierkonsum in der heutigen Zeit – die Zuseher werden staunen!

Wie alles begann…

Das Reinheitsgebot begeht sein 500-jähriges Jubiläum. Grund dafür, eine Ausstellung auf die Beine zu stellen, die über 700 Objekte präsentiert. Es waren zahlreiche Bierbaronen – wie etwa Gabriel Sedlmayr – die zwischen den Jahren 1860 und 1890 für eine enorme Industrialisierung sorgten. Es war der moderne Kapitalismus, die Tatsache, die eigene Konkurrenz aufzukaufen, die Investition in technische sowie auch wissenschaftliche Neuerungen, die den heutigen Weg ebneten. Es war etwa Louis Pasteurs Entdeckung, wie sich Hefe auf den Brauprozess auswirkt und Carl Lindes Kältemaschine, die schlussendlich ausschlaggebend für eine neue Bierkultur waren. Plötzlich war es auch möglich große Biermengen – das gesamte Jahr über – herzustellen und zu lagern.

München als Vorbild

Natürlich war es auch die Konkurrenz untereinander, welche in weiterer Folge dazu führte, vor allem auf Markenqualität zu setzen. So wurde im Jahr 1874 das „Gesetz über Markenschutz“ verabschiedet; das eigene Produkt konnte geschützt werden. So ließ sich das Hofbräu etwa das „Signet 1879“ schützen und vermarktete es auf zahlreichen Souvenirs und Postkarten. Plötzlich wurde das Bier aber auch zum Aushängeschild Münchens. In ganz Europa wurden Bierpaläste gebaut, die ganz nach dem Münchner Vorbild geplant und verwirklicht wurden. Knapp nach der Jahrhundertwende wurde Bier zum weltweit gehandelten Exportprodukt und konnte auf der Weltausstellung prämiert werden.

Eine Ausstellung für Bierliebhaber und all jene, die den Kult verstehen möchten

Doch die Deutschen sind, was den Bierkonsum betrifft, unterschiedlich. So trinkt man das Bier in München öffentlich, konsumiert gerne in geselliger Runde und beginnt zu politisieren und diskutieren. Im Norden Deutschlands war Bier – vor allem zu Beginn des 19. Jahrhunderts – kein Getränk für die Öffentlichkeit. Aufzeichnungen und Dokumentation konnten auch belegen, dass in der Zwischenkriegszeit immer wieder Bierhallen der Austragungsort für Konflikte waren. Die Ausstellung präsentiert aber auch Informationen zum Münchner Bier. Das traditionelle Bierfest, welches zu jeder Jahreszeit gefeiert werden kann, die unterschiedlichen Trinktempel und auch die Entwicklung der letzten Jahre und Jahrzehnte werden beleuchtet.

Die Gefahr des Münchner Immobilienmarktes

Die Gefahr des Münchner Immobilienmarktes

Man könnte München bereits eine Betongold-Sucht nachsagen. Die Umsätze mit Immobilien steigen und steigen; selbst die Tatsache, dass die Preise in absurde Höhe schießen, hindert niemanden daran, doch noch eine Immobilie zu kaufen bzw. zu verkaufen. Eine Entwicklung, die aber Experten bereits kritisieren und davor warnen, keine überteuerten Preise zu bezahlen. Dies deshalb, da bei den aktuellen Preisen nicht mehr von einer guten Wertanlage gesprochen werden kann. Der Vorsitzende des Gutachterausschusses, Helmut Thiele, zweifelt bereits an der Tatsache, dass Immobilien eine gute Wertanlage seien. Derzeit warnt Thiele sogar, weitere Immobilie in München zu kaufen. Die Gründe sind vielfältig; wer die Informationen des Gutachterausschusses kennt, wird Thieles Meinung verstehen. Heutzutage sollte man – bevor man sich eine Immobilie in München kauft und hofft, eine gute Wertanlage abgeschlossen zu haben – anderweitig umsehen.

Extrem-Preise sorgen für niedrige Renditen und Verlustgeschäfte

Derzeit beträgt der Quadratmeterpreis für eine Wohnung in einer guten Lage 6.800 Euro; in einer durchschnittlichen Wohngegend 6.000 Euro. Ein Anstieg – wenn das Jahr 2015 zum Vergleich herangezogen wird – von 6 Prozent. Einfamilienhäuser liegen derzeit zwischen 800.000 Euro und 2,9 Millionen (Neubau); der Wiederverkauf liegt bei durchschnittlich 1,5 Millionen Euro. Wenn 220 Millionen Euro für Büro- oder Geschäftskomplexe bezahlt, 160 Millionen für ein Bürohaus oder gar 65 Millionen für eine Wohnanlage entrichtet werden, kann man von Extrempreisen sprechen. Preise, die 2015 sehr wohl keine Seltenheit waren und mitunter 2016 noch getoppt werden können. Die teuerste Neubauwohnung wurde 2015 für 3 Millionen Euro gekauft (170 Quadratmeter Wohnfläche = 18.000 Euro der Quadratmeter). Doch Thiele weiß, dass auch schon einmal 26.000 Euro für einen Quadratmeter bezahlt wurden. Vor allem in der Innenstadt wird es immer teurer; Extrempreise sind hier keine Seltenheit mehr.

Münchens Immobilien als Wertanlage? Fehlanzeige!

Die Renditen liegen derzeit bei 2 Prozent; in vielen Fällen betragen sie aber nicht einmal mehr 1 Prozent. Wer die Inflation berücksichtigt, wird am Ende nicht viel Gewinn machen. Wer Pech hat, erleidet sogar einen finanziellen Verlust. Langfristige Investitionen sind sinnvoll, jedoch nur dann, wenn die Instandhaltungskosten minimal bleiben. Kommen hohe Instandhaltungskosten hinzu, wird der Kauf der Immobilie ein Verlustgeschäft. Thiele weiß auch, dass es in München ausschließlich überhöhte Preise in allen Marktsegmenten gibt. Die Tatsache, dass Immobilien in München eine sichere Wertanlage seien, ist nicht mehr realistisch. In vielen Fällen sind die Preise zu hoch, um tatsächlich noch einen Gewinn verbuchen zu können.

Das Münchner Sea Life im Olympiapark

Das Münchner Sea Life im Olympiapark wurde 10 Jahre alt

Am 04.04 wurde das Münchner Sea Life im Olympiapark 10 Jahre alt. Dies feierten Bürgermeisterin Christine Strobl sowie Geschäftsführer der Sea Life Deutschland GmbH Jan-Malte Kistler.

Ob Schwarzspitzen-Riffhaie, Muränen oder Seepferdchen – 30 Großbecken stellen eine Heimat für 10.000 Bewohner dar. Garantiert werden faszinierende Einblicke in eine Welt, die unter Wasser stattfindet. Die Reise beginnt aber eigentlich daheim. Zu Beginn wird der Fokus auf die Unterwasserwelt der Isar geworfen, bevor sich die Besucher weiter durch die Unterwasserwelt des Schwarzen Meers bis hin zu den Tiefen des Ozeans vorarbeiten. Den Sea Life-Besuchern werden auf ihrer Reise bis zu 10.000 Tiere aus 150 Arten begegnen. Ob es farbenprächtige Seesterne, Quallen oder Muscheln sind – das Sea Life in München überzeugt definitiv seine jungen und erwachsenen Besucher.

Das Ozeanbecken – das absolute Highlight!

Das Highlight des großen Aquariums ist natürlich das Ozeanbecken. 400.000 Liter, sechs Meter tief und durch einen Acrylglastunnel verbunden – die Besucher zeigen sich begeistert über den Aufbau und auch den Tieren, die im Ozeanbecken beheimatet sind (Haie). Inmitten des Olympiaparks, auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern, wurde der Lebensraum der Tiere nachgebildet, die in 30 Becken ihre neue Heimat gefunden haben. Doch die Sea Life-Betreiber wollen nicht nur ihre Besucher unterhalten, sondern auch dazu beitragen, dass sich die Menschen mehr für die heimischen sowie tropischen Meere interessieren und das neue Interesse auch dahingehend nutzen, sich für den Schutz und die Erhaltung der Lebensräume stark zu machen. Es werden daher nur Tiere im Sea Life München gezeigt, die auch tatsächlich artgerecht gehalten werden können.

Das Seepferdchen als Hauptdarsteller

Unter den Tieren befindet sich etwa der blättrige Seedrache. Das Geschöpf erinnert an eine Pflanze, wird aber – wenn man genauer hinsieht – doch zum Seepferdchen. Es versteckt sich regelmäßig in Blätterkränzen, damit es nicht von natürlichen Feinden gefunden und in weiterer Folge gefressen wird. Das Seepferdchen, das australische Fabelwesen, ist seit einigen Wochen der Sea Life-Star. Die Sonderausstellung „Schloss der Seedrachen“ stellt die Seepferdchen in den Mittelpunkt.

Mit Sea Life den perfekten Nachmittag genießen

Das gesamte Areal wurde beeindruckend bebaut. Auch der Mythos, dass sich die Drachenungeheuer – der Tatzel- und Lindwurm – hier rumtreiben, lebt wieder auf. Es ist mystisch, es ist fast unheimlich. Die Kinder erleben eine Stimmung, die neugierig macht, aber auch Respekt einflößt. Eine perfekte Mischung, die einen unterhaltsamen Nachmittag garantiert.

Guardiola - der wahre Verlierer des Halbfinales

Guardiola – der wahre Verlierer des Halbfinales

Das dritte Mal infolge traf der FC Bayern München im Halbfinale auf eine spanische Mannschaft. Zum dritten Mal infolge verloren die Deutschen. Doch der wahre Verlierer des Abends war Star-Trainer Pep Guardiola.

Viele Änderungen, wenig Erfolge

Gestern gab es zwei Verlierer und zwei Gewinner. Zu den Verlierern zählten der FC Bayern München auf Grund des Ergebnisses (1:0) sowie – auf Grund seiner taktischen Überlegungen – Pep Guardiola. Die Gewinner des Abends waren Atletico Madrid, da sie das erste Halbfinale für sich entscheiden konnten, sowie Thomas Müller. Müller kam erst in der Schlussphase der Partie. Guardiola verzichtet, überraschenderweise, auf den Stürmer. Auch Franck Ribéry war nicht von Beginn an auf dem Spielfeld zu finden. Doch der Plan, mit dieser neuen Methode den Gegner zu überraschen, schlug fehl. Vor allem in den ersten 45 Minuten ging von den Deutschen keine Gefahr aus. Kingsley Coman war gut, aber nicht reif genug. Und dass der verletzte Arjen Robben an jeder Ecke des Systems fehlte, war auch den größten Bayern-Fans nach 45 Minuten klar.

Das Rückspiel wird zum Finale

Dass Thomas Müller, nachdem er noch für ordentlich Unruhe im Strafraum der Spanier sorgen konnte, im Rückspiel von Anfang an auf dem Rasen stehen wird, dürfte klar sein. Guardiola, der sich nach dem Abpfiff dahingehend rechtfertigte, mehr Kontrolle im Mittelfeld haben zu wollen, scheiterte mit seinem Versuch, Simeone und sein Team zu überraschen. Auch Philipp Lahm, der Kapitän der Bayern, zeigte sich zutiefst enttäuscht. Schlussendlich war er es, der schon vor dem Beginn der Partie den Kurs vorgab, sich nicht zu verstecken und alles daran zu setzen, das wichtige Auswärtstor zu erzielen. Eine Zielvorgabe, die nicht erfüllt wurde. Nun stehen die Bayern, wie in den beiden Jahren zuvor, wieder vor dem Aus im Halbfinale. Wieder wäre es eine spanische Mannschaft; wieder gelang den Deutschen kein Auswärtstreffer gegen ein spanisches Team. Natürlich – im Rückspiel sind die Bayern der klare Favorit. Doch die Favoritenrolle können die Bayern nur erfüllen, wenn Pep Guardiola nicht auf derartige Überraschungen setzt, dass sogar das eigene Team überrascht davon ist.

Schaffen die Bayern doch noch das Tripple?

Das Rückspiel wird zum Finale für Guardiola. Meister ist er – rein theoretisch – schon; im Cupfinale des DFB-Pokals ist er auch. Ein Tripple zum Abschluss? Mit der Leistung, welche die Bayern in Madrid gezeigt haben, ein schwieriges, fast unmögliches Vorhaben.

Ein Warnstreik ohne erhebliche Folgen

Ein Warnstreik ohne erhebliche Folgen

Die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst haben ihre Arbeit niedergelegt und sind in Streik getreten. Betroffen war vor allem der Münchner Flughafen. Doch auf Grund der Tatsache, dass der Warnstreik angekündigt wurde, eskalierte weder die Lage, noch gab es tatsächliche Probleme.

100 Teilnehmer nahmen an der Innenhof-Kundgebung teil

Auch wenn Mittwoch zwei Drittel aller Flüge vom Münchner Flughafen annulliert wurden, gab es keine große Eskalation. Wohl deshalb, weil die Passagiere mit dem Umstand gerechnet haben und Alternativen parat hatten. Mehrere Krankenhäuser und Behörden waren ebenfalls vom Streik betroffen; auch hier gab es keine tatsächlichen Probleme. „Viele Passagiere sind gar nicht zum Flughafen gefahren“, so ein Sprecher. 1140 Starts und Landungen waren geplant, 740 wurden schon im Vorfeld gestrichen. Ob der Flugplan auch am Donnerstag weitere Veränderungen mit sich bringen wird, konnte noch nicht gesagt werden. Im Rahmen der Kundgebung der Gewerkschaft „Verdi“ versammelten sich rund 100 Teilnehmer im Innenhof, der zwischen dem Terminal 1 und 2 gelegen ist. Dort wurden die Forderungen skandiert und auf anstehende Tarifverhandlungen hingewiesen. Die Kundgebung wurde von Pfiffen und Tröten begleitet. Auch die Flughafenfeuerwehr – insgesamt fünf Fahrzeuge, die mit Blaulicht, Folgetonhorn und auch Verdi-Fahnen in den Innenhof fuhren – nahm an der Versammlung teil und wurde frenetisch gefeiert.

Das Chaos blieb aus

550 Mitarbeiter sind, so die Gewerkschaftssprecher, Teil des Streiks am Münchner Flughafen. Zum ersten Mal hatten sich auch Angestellte der Sicherheitsgesellschaft am Streik beteiligt. Vor allem auch, weil die neuen Sprengstoff- und Drogensuchgeräte nicht einwandfrei auf die Tatsache untersucht wurden, ob jene nun die Gesundheit der Mitarbeiter gefährden oder nicht. „Wir konnten problemlos die Schlangen an den Schaltern abarbeiten“, so ein Flughafensprecher. Ein Chaos, wie vermutet, blieb aus. Die Stimmung, so eine Mitarbeiterin in einem Shop am Flughafen, erinnere sie an das Jahr 2010. „Man kann das mit dem Ausbruch des Eyjafjallajökull-Vulkan vergleichen, der auch den Flugverkehr gestoppt hat“, so die Mitarbeiterin. Laut der Gewerkschaft Verdi gab es auch Warnstreiks in Schwandorf (Müllabfuhr und Landratsamt), in Wackersdorf sowie auch in Landshut (Stadtverwaltung, Stadtwerke sowie im Klinikum). Auch in Augsburg gab es Mitarbeiter, die ihre Arbeit niederlegten.

Die Verhandlungen werden Donnerstag und Freitag fortgeführt

Donnerstag und Freitag gehen die Verhandlungen in die dritte Runde. Über 2 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes werden mit Spannung verfolgen, in welche Richtung die Verhandlungsergebnisse gehen werden. Verdi fordert 6 Prozent mehr Geld. Ob man eine Einigung findet, steht noch in den Sternen.

Erpressung von Flüchtlingen durch Sicherheitsmitarbeiter

Monatelang sollen mindestens sechs Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma in der Ankunftsstelle für Asylbewerber im Münchner Euroindustriepark ankommende Flüchtlinge erpresst haben.

 

Der Tatvorwurf

Während der Registrierung der Neuankömmlinge sollen die Straftaten vollzogen worden sein.  Demnach darf jeder € 750,- aus seinem Privatbesitz behalten. Die überschüssigen Beträge werden einkassiert und mit Verpflegung und Unterkunftskosten verrechnet. Die Sicherheitsmitarbeiter haben von den Flüchtlingen Geld verlangt und ihnen als „Gegenleistung“ überschüssige Beträge überlassen. Sofern die Asylbewerber auf dieses Angebot nicht eingehen wollten, drohte man ihnen mit einer schnellen Abschiebung. Hier sieht die Staatsanwaltschaft den Vorwurf der Erpressung bestätigt. Des Weiteren sind wohl gezielt Beweise vernichtet worden, indem die Aufnahme der erpressten Flüchtlinge aus den Ankunftslisten gestrichen wurden.

 

Razzia vergangenen Mittwoch

 

Ein Großaufgebot von Polizei und Staatsanwaltschaft durchsuchte am Mittwoch die Ankunftsstelle. Während der Durchsuchungsaktion traf man auf einen der ursprünglich drei Verdächtigen an. Weitere Beweisaufnahmen eröffneten den Verdacht, dass mindestens 6 Sicherheitsbeamte in die Straftaten involviert sind. Die Staatsanwaltschaft schließt nicht aus, dass die Anzahl der Verdächtigen noch steigen wird. Zurzeit wird noch nach 2 Verdächtigen gesucht, die nicht mehr für das Sicherheitsunternehmen arbeiten. Das betroffene Sicherheitsunternehmen stellte gegenüber dem Bayerischen Rundfunk seine Kooperationsbereitschaft klar heraus. Allerdings könne die Firma zurzeit keine Stellung nehmen.