Ein Warnstreik ohne erhebliche Folgen

Ein Warnstreik ohne erhebliche Folgen

Die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst haben ihre Arbeit niedergelegt und sind in Streik getreten. Betroffen war vor allem der Münchner Flughafen. Doch auf Grund der Tatsache, dass der Warnstreik angekündigt wurde, eskalierte weder die Lage, noch gab es tatsächliche Probleme.

100 Teilnehmer nahmen an der Innenhof-Kundgebung teil

Auch wenn Mittwoch zwei Drittel aller Flüge vom Münchner Flughafen annulliert wurden, gab es keine große Eskalation. Wohl deshalb, weil die Passagiere mit dem Umstand gerechnet haben und Alternativen parat hatten. Mehrere Krankenhäuser und Behörden waren ebenfalls vom Streik betroffen; auch hier gab es keine tatsächlichen Probleme. „Viele Passagiere sind gar nicht zum Flughafen gefahren“, so ein Sprecher. 1140 Starts und Landungen waren geplant, 740 wurden schon im Vorfeld gestrichen. Ob der Flugplan auch am Donnerstag weitere Veränderungen mit sich bringen wird, konnte noch nicht gesagt werden. Im Rahmen der Kundgebung der Gewerkschaft „Verdi“ versammelten sich rund 100 Teilnehmer im Innenhof, der zwischen dem Terminal 1 und 2 gelegen ist. Dort wurden die Forderungen skandiert und auf anstehende Tarifverhandlungen hingewiesen. Die Kundgebung wurde von Pfiffen und Tröten begleitet. Auch die Flughafenfeuerwehr – insgesamt fünf Fahrzeuge, die mit Blaulicht, Folgetonhorn und auch Verdi-Fahnen in den Innenhof fuhren – nahm an der Versammlung teil und wurde frenetisch gefeiert.

Das Chaos blieb aus

550 Mitarbeiter sind, so die Gewerkschaftssprecher, Teil des Streiks am Münchner Flughafen. Zum ersten Mal hatten sich auch Angestellte der Sicherheitsgesellschaft am Streik beteiligt. Vor allem auch, weil die neuen Sprengstoff- und Drogensuchgeräte nicht einwandfrei auf die Tatsache untersucht wurden, ob jene nun die Gesundheit der Mitarbeiter gefährden oder nicht. „Wir konnten problemlos die Schlangen an den Schaltern abarbeiten“, so ein Flughafensprecher. Ein Chaos, wie vermutet, blieb aus. Die Stimmung, so eine Mitarbeiterin in einem Shop am Flughafen, erinnere sie an das Jahr 2010. „Man kann das mit dem Ausbruch des Eyjafjallajökull-Vulkan vergleichen, der auch den Flugverkehr gestoppt hat“, so die Mitarbeiterin. Laut der Gewerkschaft Verdi gab es auch Warnstreiks in Schwandorf (Müllabfuhr und Landratsamt), in Wackersdorf sowie auch in Landshut (Stadtverwaltung, Stadtwerke sowie im Klinikum). Auch in Augsburg gab es Mitarbeiter, die ihre Arbeit niederlegten.

Die Verhandlungen werden Donnerstag und Freitag fortgeführt

Donnerstag und Freitag gehen die Verhandlungen in die dritte Runde. Über 2 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes werden mit Spannung verfolgen, in welche Richtung die Verhandlungsergebnisse gehen werden. Verdi fordert 6 Prozent mehr Geld. Ob man eine Einigung findet, steht noch in den Sternen.

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