"Deutschland-Premiere": Ein Magazin im Zeitungsformat?

„Deutschland-Premiere“: Ein Magazin im Zeitungsformat?

Ein Magazin im Zeitungsformat? Ein Projekt, das sich vom restlichen Angebot abhebt, jedoch auch viel Kritik einstecken musste. Anna Ziegelbauer, Anita Bauer und Anna Walter, drei Modejournalismus-Studentinnen, die an der „Akademie Mode und Design“ studieren, haben mit ihrem Projekt für Aufsehen gesorgt.

„Wahre Größe“ – das erste Magazin im Zeitungsformat

Am Montag präsentierten die drei Studentinnen das erste Magazin im Zeitungsformat. Der Titel? „Wahre Größe“. Mit 400 x 750 mm ein „Riesenformat“ für ein Magazin. Sabine Resch, sie leitet den Bereich Modejournalismus an der „Akademie Mode und Design“, weiß, dass es sich um eine „Deutschland-Premiere“ handelt. Noch nie wurde eine Modezeitung im „nordischen Vollformat“ gedruckt. Doch nicht nur das Format ist „anders“ – die gesamte Zeitung entspricht nicht dem „klassischen Design“. So gibt es ein Yoga-Model, das Übergröße trägt, Flirts mit der modischen Zeitgeschichte und humorvolle Bildstrecken. Dass nicht alle mit der Zeitung zufrieden sind, ist kein Geheimnis. Doch die drei Studentinnen sind sicher ihrer Sache sicher und wissen, dass hin und wieder auch neue Ideen verwirklicht werden müssen, auch dann, wenn sie nicht allen Branchenkennern gefallen.

Ist kritischer Modejournalismus überhaupt erlaubt?

Die drei Studentinnen befassen sich aber auch mit kritischen Themen. So etwa mit Eltern, die ihren Nachwuchs als Model vermarkten. Darf der Modejournalismus aber überhaupt kritisch sein? „Nicht darf, er muss“, so Ziegelbauer. Die drei Studentinnen sind auch davon überzeugt, dass „Online“ nicht gegen „Print“ gewinnen kann. „Die Zeit der Blogger neigt sich dem Ende zu“, so die Studentinnen. „Der heutige Konsument will wieder mehr Hintergrundwissen“, so Anita Bauer abschließend.

Zwischen Lob und Kritik – eine Gratwanderung

Ob ein royal gestyltes Pärchen am Cover – zu Zeiten des Brexits – doch zu politisch gewesen wären? Anna Ziegelbauer weiß, dass – wenn man sich für ein derartiges Cover entschieden hätte – der Leser die Story suchen würde. „Der Leser wäre sich verloren vorgekommen, hätte die Story zum Cover gesucht und wäre unzufrieden gewesen, weil es so einen Text nicht gibt“. Die drei Studentinnen wissen, dass es das Privileg der Jugendlichen ist, sich auch einmal kreativ austoben zu dürfen. Aus diesem Grund macht es ihnen nichts aus, von mehreren Seiten kritisiert worden zu sein. Schlussendlich gab es auch genügend Lob und für eine der drei Studentinnen bereits ein Jobangebot.

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