Deep Purple auf der Bühne des Tollwood-Festivals in München

Deep Purple auf der Bühne des Tollwood-Festivals in München

Deep Purple sind zurück! Die fünf Altrocker haben Dienstag, genau um 20.00 Uhr, die Bühne des Tollwood-Festivals betreten und 5.000 Menschen mit ihren Songs begeistert. Disziplin mag zwar bei vielen Rockbands ein Fremdwort sein, bei Deep Purple ist sie wohl aber der Grund, warum sie noch immer auf Tour gehen. Von der Originalbesetzung ist lediglich nur Ian Paice, der Schlagzeuger der Band, vertreten. Doch Steve Morse (Gitarre), Roger Glover (Bass), Don Airley (Keyboard) und Ian Gillan (Sänger) bewiesen, dass sie die Kracher der Gründungsmitglieder sehr wohl perfekt präsentieren können. Wohl auch, weil sie schon seit Jahren Teil der Band sind.

Fast nur Klassiker

20 Songs – davon hauptsächlich Klassiker aus den Alben „Machine Head“, „Deep Purple In Rock“ und „Fireball“ – wurden der Menge präsentiert. Heute sind die Alben, die in den frühen 1970er Jahren auf den Markt kamen, Meilensteine des Rock-Genres. Bis heute haben Lieder wie „Bloodsucker“, „Strange Kind Of Woman“ oder „Highway Star“ nichts an ihrer Wucht eingebüßt. Es sind Klassiker, die nicht nur Deep Purple-Fans kennen; es sind Hits, die auch die heutige Generation kennt (und liebt). Schlussendlich vereinen die Songs der früheren Deep Purple Präzision, Kraft und Virtuosität in wenigen Minuten.

Gillan in Top-Form

Das Alter merkte man den Herrschaften kaum an. Natürlich brauchte Ian Gillan immer wieder Pausen, damit seine Stimmbänder – auch für die noch anstehenden Konzerte – fit bleiben. Vielleicht sind es auch die vermehrten Pausen, die dafür sorgen, dass Gillan – verglichen mit vergangenen Auftritten vor wenigen Jahren – in Top-Form war. Das merkten die Besucher auch bei Hit wie „Space Truckin'“ oder auch dem legendären und „Smoke On The Water“. Man konnte an diesem Abend kaum glauben, dass Gillan bereits 70 Jahre alt ist. Auch Glover ist bereits 70.

Die Fans waren begeistert

Dass Deep Purple mit den neuen Titeln „Uncommon Man“, „Vincent Price“ oder „Hell To Play“ nicht alle Anhänger der ersten Stunde überzeugt, ist kein Geheimnis. Doch die Lieder wurden zu Zeitpunkten gespielt, in denen treue Fans bereits zu 100 Prozent in Party-Stimmung waren. Wer drei Klassiker hörte und sich bereits freute, Deep Purple in Bestform zu erleben, konnte auch die musikalischen Irrfahrten der neuesten Alben verzeihen. Am Ende gab es noch „Hush“ und „Black Night“ – Hits, die bereits 45 Jahre alt sind und den krönenden Abschluss eines gelungenen Konzertabends darstellten.

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