Darts am Marienplatz? Sport-Tag für Menschen mit und ohne Behinderung

Darts am Marienplatz? Sport-Tag für Menschen mit und ohne Behinderung

Das Motto für Samstag, den 16. Juli? „Gemeinsam Sport – Gemeinsam Spaß“. Das Bildungs- und Sport-Referat und die Allianz Deutschland AG laden Menschen mit und ohne Behinderungen ein, in Zweier-Team als sogenannte „Buddies“ Sport zu machen.

Am 16. Juli wird es sportlich

Am Samstag, den 16. Juli 2016, können 20 verschiedene Sportarten am Marienplatz ausprobiert werden. Bereits zum sechsten Mal findet der Sporttag statt und sorgt mit einer besonderen Aktion für Aufsehen: Zwischen 11 Uhr und 16 Uhr können Menschen mit und ohne Behinderungen in Zweier-Teams verschiedene Aufgaben lösen. Dazu gehören Weitsprung, Ballweitwurf und Sprint – die „Buddy“-Partner übernehmen. Der Spaß steht im Vordergrund; die Sportangebote können kostenlos genutzt werden.

Über 20 Sportarten werden vorgestellt

„Wir würden uns besonders freuen, wenn viele Besucher nach München kommen und als ‚Buddies‘ in Zweier-Teams von Menschen mit und ohne Behinderungen das ‚Deutsche Sportabzeichen‘ absolvieren“, so die Münchner Oberbürgermeisterin Christine Strobl. „Wir möchten den Menschen die Möglichkeit geben, dass sie voneinander lernen und gemeinsam ein sportliches Ziel verfolgen und auch erreichen. Nur so können Berührungsängste abgebaut werden“, ist Christine Strobl überzeugt. Neben den traditionellen Sportarten wie Fußball, Basketball, Klettern oder Tischtennis, können auch neue Sportangebote wie Darts, Rollstuhl-Partnerakrobatik oder verschiedene Koordinationstests ausprobiert werden. Auch Handbikes werden am kommenden Samstag zur Verfügung stehen.

Paralympic-Star Denise Schindler übernimmt Schirmherrschaft

Auf einer 200 Quadratmeter großen Fläche, die direkt auf dem Marienplatz aufgebaut wird, können Sportler vor allem die inklusiven Sportarten präsentieren. Auch zahlreiche Gäste haben ihr Kommen angekündigt: Markus Rehm und Denise Schindler, zwei Paralympic-Stars, werden definitiv an der Veranstaltung teilnehmen. Denise Schindler gewann im Straßenrennen die Paralympics-Silbermedaille; sie ist auch die Schirmherrin der um 14.30 Uhr beginnenden Veranstaltung. Schindler wird mit ihrem Buddy, dem bayerischen Zehnkampf-Meister Maximilian Koch, das „Deutsche Sportabzeichen“ absolvieren. Dabei werden vor allem die motorischen Fähigkeiten wie Schnelligkeit, Ausdauer, Koordination und Kraft gefragt sein.

FC Bayern München: Diese acht Dinge wird Ancelotti sofort ändern

FC Bayern München: Diese acht Dinge wird Ancelotti sofort ändern

Mit Carlo Ancelotti weht ein frischer Wind beim Rekordmeister. Es ist klar, dass es viele Veränderungen geben wird. Hier sind die 8 markantesten.

Neue Assistenten

Mit Carlo Ancelotti kommt nicht nur ein neuer Cheftrainer nach München. Der Italiener bringt gleich ein ganzes Team von Vertrauten mit. Neben seinem englischen Co-Trainer Paul Clement ist ihm dabei vor allem die neue Besetzung des Fitness- und Ernährungsbereichs wichtig. Den Chef-Fitnesstrainer Giovanni Mauro unterstützen dessen Sohn Francesco sowie Ancelottis Sohn Davide. Als Ernährungsberater wird der Italiener Mino Fulco fungieren. Aus dem alten Stab bleibt einzig Urgestein Hermann Gerland auch unter dem neuen Coach im Amt.

Umgang mit den Medien

Ancelotti gilt als deutlich medienfreundlicher als sein Vorgänger, der Interviews als eher störend empfand und ist daher bei Journalisten und Reportern sehr beliebt.

Taktische Ausrichtung

Anstatt stur seiner Eingebung zu folgen wie es Guardiola zumeist getan hat, hört Ancelotti viel mehr auf seine Spieler und versucht immer jeden auf dessen Lieblingsposition spielen zu lassen. Auch für Experimente ist er nicht so offen. Sein Grundkonzept wird zudem defensiver aussehen und mehr von Konterfußball geprägt sein.

Mannschaftsführung

Auch im persönlichen Umgang mit seinen Spielern unterscheidet sich Ancelotti grundlegend von seinem Vorgänger. So hat er stets ein offenes Ohr für alle und neigt nicht zu Wutausbrüchen. Laut Sami Khedira, der zwischen 2013 und 2015 vom Italiener trainiert wurde, hat dieser „die Mannschaftsführung perfektioniert“.

Torwart-Philosophie

Ancelotti ist der Überzeugung, dass ein Torwart zuerst Tore verhindern und erst dann daran denken sollte, auch mitzuspielen. Manuel Neuer wird also, auch weil die Abwehr zukünftig nicht mehr so hoch stehen wird, weniger als mitspielender Torwart in Aktion sein.

Die Rolle von Kimmich

Guardiola sah Kimmich als spielstarken Innenverteidiger. Unter Ancelotti soll der Shooting Star aber weiter vorne spielen, in der Zentrale oder auf den Außenbahnen. Gegen sehr defensiv eingestellte Gegner ist zudem auch ein Einsatz als offensiver Außenverteidiger denkbar.

Coaching

Im Gegensatz zum temperamentvollem Spanier Guardiola, der oft wie ein HB-Männchen an der Seitenlinie auf und abgesprungen ist, gilt Ancelotti als wahrer Stoiker an der Seitenlinie. Er steht meist ruhig und mit Kaugummi im Mund vor der Bank und gibt nur ab und zu kleine Anweisungen an seine Spieler.

Der Plan mit Robben und Ribery

Die letzte Saison war für das einstige Erfolgsduo hart und viele Verletzungen warfen sie zurück. Ancelotti gilt vor allem als großer Robben-Fan und wird im topfitten Zustand auf jeden Fall auf ihn setzen. Ähnlich wie bei Ribery hängt das aber sehr stark davon ab, ob beide vom Verletzungspech verschont bleiben.

Surfen In München: Noch weitere surfbare Wellen an diversen Münchner Plätzen

Surfen In München: Noch weitere surfbare Wellen an diversen Münchner Plätzen

Warteschlangen vor dem Eisbach? Keine Seltenheit mehr. Die Welle am Eisbach wird immer beliebter. An der Floßlände ist ebenfalls ein Surfspot entstanden; auch hier tummeln sich Sportbegeisterte. Die SPD fordert bereits weitere surfbare Wellen an diversen Münchner Plätzen. Die zwei Standorte würden definitiv nicht mehr ausreichen, so die Politiker.

München – Hotspot für Surfer

Surfen am Eisbach? Eine Touristenattraktion, die seit Ewigkeiten zum Münchner Stadtbild gehört und weltweite Anerkennung gefunden hat. Surfen ist zum „Münchner Lifestyle“ geworden. Am Eisbach kann das ganze Jahr gesurft werden; es handelt sich um die „konstanteste sowie beste Flusswelle der Welt“. An der Floßlände ist das Surfen nur zu bestimmten Zeiten erlaubt. Technische Gründe machen es unmöglich, die Anlage ganzjährig zu nutzen. Die Floßlände liegt beim Naturbad „Maria Einsiedel“, etwas außerhalb der Stadt. Viele Surfer kommen zur Floßlände, weil die Eisbachwelle bereits ein Touristenmagnet geworden ist. Das hat auch die Politik erkannt. Die SPD fordert daher zusätzliche Standorte.

In Kooperation mit der Hochschule München

Der Surfsport wird immer beliebter; immer mehr Menschen gehen dem speziellen Hobby nach, sodass weitere Plätze errichtet werden müssen. So lautet (sinngemäß) der Antrag der SPD, die weitere surfbare Flusswellen in München fordert. Die Floßlände und der Eisbach würden definitiv nicht mehr ausreichen. Die SPD kooperiert seit geraumer Zeit mit der Münchner Hochschule, die derzeit an dem Projekt der stehenden Wellen in fließenden Gewässern arbeitet. Die SPD möchte neue Stellen an der Marienklause, am Flauchersteg und an der Würm. Auch am Eisbach sollen weitere Stellen errichtet werden. Der Standort Marienklause wurde bereits überprüft – das Potential ist vielversprechend. Der Nutzwert liegt bei 0,82 (maximal 1).

Wird München der Hotspot für Surfer?

Am Flauchersteg soll ebenfalls eine neue Welle entstehen. Jener Bereich müsste jedoch umgebaut werden. Zu beachten sind dabei aber die Pegelstände. Die SPD kann sich auch einen Standort in der Würm vorstellen. Mit der Schaffung weiterer Wellen, könnte München noch attraktiver und tatsächlich zum Hotspot für Surfer werden. In Bayern – genauer gesagt in Bad Reichenhall, Passau, Nürnberg, Chiemgau, Wolfratshausen – wurden bereits Initiativen gestartet, weitere Wellen zu errichten.

Italienische Lokale sind ausgebucht: so wartet München aufs EM-Viertelfinale am Samstag

Italienische Lokale sind ausgebucht: so wartet München aufs EM-Viertelfinale am Samstag

28.000 Italiener leben in München. Kein Wunder, dass sich die bayerische Landeshauptstadt auch gerne als „nördlichste Stadt Italiens“ bezeichnet. „Wir kommen weiter“, lautet die Devise der Italiener, wenn sie an kommenden Samstag denken. „Deutschland hilft nur das Gebet“, so Silvestro Furia, der vor 30 Jahren nach München kam.

Deutschland trifft am Samstag auf Italien

München wünscht der deutschen Nationalmannschaft viel Erfolg für die Partie gegen Italien. Ganz München? Nein. Rund 28.000 Italiener, die in München leben, werden Buffon und Co. die Daumen drücken. In Pizzerien, Osterien und Eiscafés wird am Samstag die Hölle los sein. Gastwirte berichten über heiß laufende Telefone; jeder möchte einen Tisch irgendwo reservieren und sich das Viertelfinale mit seinen Freunden in einem Lokal ansehen. Stühle werden enger zusammengestellt, Flachbildschirme aufgebaut und spezielle Menüs gekocht. „Wir sind ausgebucht“, heißt es etwa bei „H’ugo’s“, dem italienischen Szene-Lokal. 17 Bildschirme, 5 Leinwände, italienischer Wein und – wenn das Wetter passt – eine offene Terrasse. Tipp: Im „La Vecchia Masseria“ gibt es noch freie Plätze.

In München leben 28.000 Italiener

Die meisten Fans werden, so die Polizei, an der Leopoldstraße erwartet. Vor allem rechnet die Münchner Polizei mit einem vermehrten Aufkommen von Fußballbegeisterten. „Das ist aber immer so, wenn wir auf Italien treffen“, so ein Polizist. Wohl auch, weil in München – laut dem Statistikamt – 27.768 Italiener leben. Ende 2015 waren es noch 25.620 Italiener. Gewinnen die Italiener, werden sie die Leopoldstraße wohl in eine „Fanmeile“ verwandeln. Schon nach dem Sieg gegen Spanien, waren die Italiener kaum zu halten und feierten den Aufstieg mit Hupkonzerten.

„Italien gewinnt mit 3:1“

Auch Silvestro Furia, ein seit 30 Jahren in Deutschland lebender Koch, freut sich auf das Spiel. Er werde an der Leopoldstraße die Daumen drücken; Frau und Kinder bleiben daheim und unterstützen die Italiener vor dem TV-Gerät. „3:1 für Italien“, so der Tipp des 52-Jährigen, der mit 22 Jahren nach München kam. „Die starke Defensive ist nicht zu schlagen“, ist sich Furia sicher. „Deutschland hilft nur ein Gebet“.

Wer wird jubeln?

In der Schwabinger Eisdiele ist mit Sicherheit für gute Stimmung gesorgt, wenn die italienischen Fußballfans mit blauen Trikots begrüßt und bedient werden. Natürlich dürfen auch die kleinen italienischen Fähnchen nicht fehlen, die als Deko dienen. Willkommen sind alle, nicht nur Italiener.

Klassiker zum Auftakt: FC Bayern empfängt Bremen

Klassiker zum Auftakt: FC Bayern empfängt Bremen

Die neue Bundesliga-Saison beginnt für Titelverteidiger FC Bayern München am Freitag, 26. August, mit einem Heimspiel gegen den SV Werder Bremen. Das geht aus dem Spielplan hervor, der von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Mit dem Spiel gegen den viermaligen deutschen Meister (zuletzt 2004) wird die 54. Saison im deutschen Fußball-Oberhaus offiziell eröffnet. Anstoß der Partie, die live im öffentlich-rechtlichen Fernsehen übertragen wird, ist um 20.30 Uhr.

Mit den Norddeutschen hat der deutsche Rekordmeister gerade in jüngster Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. Die letzte Heimniederlage gegen den SV Werder, der im April im Pokal-Halbfinale mit 2:0 bezwungen werden konnte, datiert vom 20. September 2008 (2:5). Seither gab es für die Bayern in der Allianz-Arena fünf Siege und zwei Remis bei 27:5 Toren.

Für den neuen Bayern-Trainer Carlo Ancelotti, der die Nachfolge von Pep Guardiola angetreten hat, ist es die Premiere in der Bundesliga. Sein Pflichtspiel-Debüt auf der Bank der Münchener erlebt der 57-Jährige eine Woche zuvor, wenn es im DFB-Pokal zum Drittligisten FC Carl-Zeiss Jena geht. Das erste Auswärtsspiel in der Bundesliga steigt dann am zweiten September-Wochenende beim FC Schalke 04. Diese Partie wurde noch nicht konkret terminiert, da der Spielplan zunächst nur die Rahmendaten umfasst.

Das offizielle Eröffnungsspiel der Bundesliga (dieses steigt seit Spielzeit 2002/03 im Stadion des amtierenden Meisters) findet zum vierten Mal in Folge in der Allianz-Arena statt. Vor einem Jahr feierten die Bayern einen 5:0-Sieg gegen den Hamburger SV. In den Spielzeiten davor gelangen Siege gegen den VfL Wolfsburg (2:1) und Borussia Mönchengladbach (3:1).

München ist wieder auf den Beinen

München ist wieder auf den Beinen

Am Sonntag, den 26. Juni, ist München wieder auf den Beinen. Mehr als 20.000 Hobbysportler werden bei der 38. Auflage des Stadtlaufs von BMW und SportScheck unterwegs sein und zum ersten Mal auch den Münchner Stadtmeister küren. Der Titel, der vom Deutschen Leichtathletik-Verband genehmigt wurde, stellt eine Sonderwertung im Stadtlauf dar. Die Schirmherrschaft wird von Clemens Prokop, dem Präsidenten des Deutschen Leichtathletik-Verbands, übernommen.

Am Ende überwiegt die Freude

Die Stadtmeisterschaft soll die lokale Laufszene Münchens stärken. Dabei steht den lokalen Helden die Möglichkeit zur Verfügung, einen Pokal in ihr Regal stellen zu dürfen, den sie beim Stadtlauf gewinnen können. Doch es zählt am Ende nicht der Sieg, sondern die Freude am Laufen. Die Strecke ist 10 Kilometer lang; jeder Läufer wird automatisch in die Sonderwertung der „Stadtmeister“ miteinbezogen. Dafür ist keine separate Anmeldung erforderlich. Bei der Stadtmeisterschaft handelt es sich um eine sogenannte offene Meisterschaft, die zwischen den Herren und Damen getrennt ist; eine gesonderte Altersklassenwertung wird es aber nicht geben. Der Titel wird im Rahmen einer Siegerehrung vergeben. Jeder, der an dem Rennen teilnehmen möchte, ist startberechtigt. Wohnsitz, Vereinsmitgliedschaft oder Startpass spielen keine Rolle. Es wird auch bei der 38. Auflage keine Startnummern geben. Alle Stadtmeister werden zudem beim Finale der Stadtlaufserie nach Trentino eingeladen. Der finale Lauf findet im November statt. Auch die ehemalige Meisterin im Halbmarathon, Ingalena Heuck, freut sich über die Tatsache, dass jeder Läufer die Chance erhält, sich einen Titel in seiner eigenen Stadt erlaufen zu dürfen.

Ab 8.00 Uhr ist München in Bewegung

Der Münchner Stadtlauf zählt mit 20.000 Teilnehmern als Aushängeschild der Laufserie von BMW und SportScheck. Derzeit liegen mehr Anmeldungen als im letzten Jahr vor; der Marienplatz wird, so die Verantwortlichen, weiß und orange strahlen. Der Start erfolgt in der Rosenstraße zum Marienplatz, danach geht es über Dienerstraße, die Residenzstraße, den Münchner Hofgarten und dem Englischen Garten. Danach folgt die Rückkehr über die Weinstraße in Richtung Marienplatz. Der Halbmarathon beginnt um 8.00 Uhr; um 8.20 Uhr startet der 2 Kilometer lange Kinderlauf. Um 10.35 Uhr starten die 10 Kilometer-Läufer; die 5 Kilometer-Teilnehmer starten um 12.45 Uhr. Am Ende gibt es für jeden Stadtläufer ein sogenanntes „Finisher Foto“ von BMW.

Anmeldungen sind noch möglich

Bis zum 25. Juni können sich Interessierte noch über www.sportscheck.com/event/ anmelden. Nachmeldungen können bis Sonntag, eine Stunde vor Startbeginn, eingereicht werden. Die Nachmeldefrist beginnt mit 6 Uhr in der SportScheck-Filiale in der Neuhauser Straße 21.

Überraschung: Guardiola und Bayern schnell wieder vereint

Überraschung: Guardiola und Bayern schnell wieder vereint

Überraschung gelungen: Guardiola und Bayern schnell wieder vereint

Die Überraschung ist gelungen: Pep Guardiola, der ehemalige Bayern-Trainer kehrt in seiner künftigen Rolle als Coach von Manchester City für ein Testspiel zuallererst nach Bayern zurück. Bis Ende Juni ist der spanische Ausnahme-Trainer zwar noch dem FC Bayern München verpflichtet, die Vorbereitungen auf die nächste Saison mit seinem neuen englischen Kader dürften aber bereits auf Hochtouren laufen. Der Coup: Am 20. Juli treten Manchester City und der FC Bayern München in der Münchner Allianz-Arena gegeneinander an. Das ZDF überträgt zur besten Sendezeit (20.30 Uhr), wenn Pep Guardiola nach kaum mehr als zwei Monaten nach seinem Weggang wieder im bayrischen Stadion an der Seitenlinie steht. Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef bei Bayern München, begrüßte das und sagte, man freue sich, Pep Guardiola so zeitig wieder in München willkommen zu heißen.

Mit Guardiola gewannen die Bayern das DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund und sein Abschied danach fiel höchst emotional aus. Nach dem kräftezehrenden Sieg durch Elfmeterschießen lagen die Nerven wohl blank, denn Guardiola tat etwas, was er bis dahin noch nie tat, er zeigte heftige Gefühle und weinte. Und zwar laufender Kamera.

Beim Testspiel im Juli dürfte allerdings die Neugier auf den neuen Bayern-Coach im Zentrum des Interesses stehen. Es ist das erste Spiel in der heimischen Arena, das Bayerns neuer Coach, Carlo Acelotti, zu bestehen hat. Karl-Heinz Rummenigge meinte er sei sich ziemlich sicher, dass die euphorischen Bayern-Fans dem „Neuen“ zum Auftakt einen grandiosen und unvergesslichen Empfang im heimischen Stadion bereiten werden.

EM-Elf nicht im Test

Das Team der Bayern bei diesem Testspiel bietet bekannte Namen, die Spieler, die bei der Europameisterschaft zum Einsatz kommen sollen, sind bei diesem Einsatz aber nicht gesetzt. Auflaufen werden Philipp Lahm, Arjen Robben, Franck Ribéry, Xabi Alonso, Javi Martinez und Doulgas Costa.

Ferran Soriano, der Vorstandsvorsitzende von Manchester City ließ im Vorfeld der Partie verlauten, das Spiel werde ein Fest. Pep Guardiola in neuer Funktion mit neuem Team gegen die alte Elf, das geben dem Spiel schon eine gewisse Würze …

Der leise Abschied aus München

Der leise Abschied aus München

Es war das letzte Mal, dass Pep Guardiola die Meisterschale emporstrecken durfte und doch hielten sich die Emotionen in Grenzen. Wenn man den Auftritt des Erfolgstrainers betrachtet, hatte die Meisterfeier auf dem Balkon des Münchener Rathauses viel mehr etwas von einer jährlichen Routine Veranstaltung, als von einer ausgelassenen Feier. Eine Liebesbeziehung sieht anders aus.

Als 2012 der ehemalige Barcelona Coach an die Säbener Straße mit den Vorschusslorbeeren „Bester Trainer der Welt“ kam, war man sich sicher, dass eine neue Spielkultur in der Allianz Arena herrschen würde. Noch zuvor wurde der Vorgänger Jupp Heynckes, der sich mit dem Gewinn des Tripels verewigen konnte, unter tosenden Beifall in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Vier Jahre später hätte auch Pep Guardiola einen solchen Abschied verdient. Er machte seinem Ruf alle Ehre und hob das Spielniveau der Bayern, ja sogar der kompletten Bundesliga, auf ein bis dato ganz unerforschtes Level. Alle drei Meisterschaften entwickelten sich zu einem Selbstläufer, wenn auch der ganz große Coup, der Sieg der Championsleague, verwehrt blieb. Das Fazit: Pep Guardiola hat nachhaltig die Spielkultur des Rekordmeisters beeinflusst und damit vielleicht sogar den Grundstein für den Erfolg in den nächsten Jahren gelegt.

Vernunftehe statt innige Liebe

Ein wirklich inniges Verhältnis zwischen Verein und Trainer kam allerdings nie zustande. Der Auftritt auf dem Balkon des Münchener Rathauses spricht Bände. Guardiola mied das Rampenlicht und hielt auch seine Rede sehr nüchtern. Emotionen suchte mach vergebens, von Abschiedstrauer keine Spur. Als er die Worte an die versammelten 10.000 Bayernfans richtete, sprang kein Funken über. Auch, als die Mannschaft versuchte die Stimmung ein wenig anzuheizen, verschwand er prompt ins Innere des Rathauses. Spätestens jetzt wurde klar: Guardiola hat einen Job erledigt. Nicht mehr und nicht weniger. Emotionen gehören für ihn scheinbar nicht zu diesem Job.

Wer einen Job zu erledigen hat, dem bleibt keine Zeit für euphorische Reden und ausgelassenes Feiern. Vielleicht ist man im Kopf schon ganz wo anders. Vielleicht bei der Vorbereitung auf das noch anstehende Pokalfinale gegen den Rivalen und Tabellenzweiten auf Dortmund. Dies entspräche Guardialas Naturell. Vielleicht ist man aber auch schon bei der nächsten großen Herausforderung in Manchester.

Gewiss ist, dass es noch einen Titel zu holen gibt. Ungewiss bleibt, ob die Beziehung durch einen weiteren Titel in der Amtszeit des Katalanen noch einmal inniger werden kann – Die Tendenz geht klar zu nein. Zu sehr zweckgebunden ist das Verhältnis. Das wissen sowohl Fans, als auch Trainer.

1. Eishockey-Meisterschaft – so feiert der EHC

Nach dem Sieg gegen die Grizzlys Wolfsburg mit 5:3 darf der EHC München feiern. Das Team ist zum ersten Mal Meister geworden! Während der Nationalstürmer Frank Mauer bereits seine zweite Meisterschaft feiern darf, im Jahr 2015 jubelte er mit den Adlern Mannheim, freuen sich u.a. Manager Christian Winkler und Michael Wolf über ihren ersten Meistertitel. Der Team-Kapitän Michael Wolf wurde zudem zum  MVP – wertvollster Spieler der Playoffs ernannt. Für Trainer Don Jackson ist es bereits der sechste DEL-Titel.

 

Die Emotionen sind gewaltig und Frank Mauer verteidigt: „Man muss seinen Emotionen freien Lauf lassen. Man muss den Alkohol fließen lassen. Das haben wir uns verdient.“ Der Silberpokal bietet reichlich Gelegenheit es fließen zu lassen. Sowohl Emotionen als auch Alkohol – ganze 13 Liter ist das Fassungsvermögen. Auch die erfahrenen Spieler sind vor Emotionen, die der Gewinn des Titels auslösen nicht gefeilt. Der Sieg der Meisterschaft war ein langer Weg für den EHC auf dem sich das Team letztendlich zusammengefunden hat. Am Montag ab 16.30 Uhr wurden die Sportler samt Trainer zum Eintrag ins Goldene Buch erwartet. Am Abend fand die offizielle Meisterschaftsfeier im Olympiapark statt. Mit Emotionen, Fans und Freibier wurde auf dem Coubertinplatz ausgelassen gefeiert.

Guardiola - der wahre Verlierer des Halbfinales

Guardiola – der wahre Verlierer des Halbfinales

Das dritte Mal infolge traf der FC Bayern München im Halbfinale auf eine spanische Mannschaft. Zum dritten Mal infolge verloren die Deutschen. Doch der wahre Verlierer des Abends war Star-Trainer Pep Guardiola.

Viele Änderungen, wenig Erfolge

Gestern gab es zwei Verlierer und zwei Gewinner. Zu den Verlierern zählten der FC Bayern München auf Grund des Ergebnisses (1:0) sowie – auf Grund seiner taktischen Überlegungen – Pep Guardiola. Die Gewinner des Abends waren Atletico Madrid, da sie das erste Halbfinale für sich entscheiden konnten, sowie Thomas Müller. Müller kam erst in der Schlussphase der Partie. Guardiola verzichtet, überraschenderweise, auf den Stürmer. Auch Franck Ribéry war nicht von Beginn an auf dem Spielfeld zu finden. Doch der Plan, mit dieser neuen Methode den Gegner zu überraschen, schlug fehl. Vor allem in den ersten 45 Minuten ging von den Deutschen keine Gefahr aus. Kingsley Coman war gut, aber nicht reif genug. Und dass der verletzte Arjen Robben an jeder Ecke des Systems fehlte, war auch den größten Bayern-Fans nach 45 Minuten klar.

Das Rückspiel wird zum Finale

Dass Thomas Müller, nachdem er noch für ordentlich Unruhe im Strafraum der Spanier sorgen konnte, im Rückspiel von Anfang an auf dem Rasen stehen wird, dürfte klar sein. Guardiola, der sich nach dem Abpfiff dahingehend rechtfertigte, mehr Kontrolle im Mittelfeld haben zu wollen, scheiterte mit seinem Versuch, Simeone und sein Team zu überraschen. Auch Philipp Lahm, der Kapitän der Bayern, zeigte sich zutiefst enttäuscht. Schlussendlich war er es, der schon vor dem Beginn der Partie den Kurs vorgab, sich nicht zu verstecken und alles daran zu setzen, das wichtige Auswärtstor zu erzielen. Eine Zielvorgabe, die nicht erfüllt wurde. Nun stehen die Bayern, wie in den beiden Jahren zuvor, wieder vor dem Aus im Halbfinale. Wieder wäre es eine spanische Mannschaft; wieder gelang den Deutschen kein Auswärtstreffer gegen ein spanisches Team. Natürlich – im Rückspiel sind die Bayern der klare Favorit. Doch die Favoritenrolle können die Bayern nur erfüllen, wenn Pep Guardiola nicht auf derartige Überraschungen setzt, dass sogar das eigene Team überrascht davon ist.

Schaffen die Bayern doch noch das Tripple?

Das Rückspiel wird zum Finale für Guardiola. Meister ist er – rein theoretisch – schon; im Cupfinale des DFB-Pokals ist er auch. Ein Tripple zum Abschluss? Mit der Leistung, welche die Bayern in Madrid gezeigt haben, ein schwieriges, fast unmögliches Vorhaben.