Deep Purple auf der Bühne des Tollwood-Festivals in München

Deep Purple auf der Bühne des Tollwood-Festivals in München

Deep Purple sind zurück! Die fünf Altrocker haben Dienstag, genau um 20.00 Uhr, die Bühne des Tollwood-Festivals betreten und 5.000 Menschen mit ihren Songs begeistert. Disziplin mag zwar bei vielen Rockbands ein Fremdwort sein, bei Deep Purple ist sie wohl aber der Grund, warum sie noch immer auf Tour gehen. Von der Originalbesetzung ist lediglich nur Ian Paice, der Schlagzeuger der Band, vertreten. Doch Steve Morse (Gitarre), Roger Glover (Bass), Don Airley (Keyboard) und Ian Gillan (Sänger) bewiesen, dass sie die Kracher der Gründungsmitglieder sehr wohl perfekt präsentieren können. Wohl auch, weil sie schon seit Jahren Teil der Band sind.

Fast nur Klassiker

20 Songs – davon hauptsächlich Klassiker aus den Alben „Machine Head“, „Deep Purple In Rock“ und „Fireball“ – wurden der Menge präsentiert. Heute sind die Alben, die in den frühen 1970er Jahren auf den Markt kamen, Meilensteine des Rock-Genres. Bis heute haben Lieder wie „Bloodsucker“, „Strange Kind Of Woman“ oder „Highway Star“ nichts an ihrer Wucht eingebüßt. Es sind Klassiker, die nicht nur Deep Purple-Fans kennen; es sind Hits, die auch die heutige Generation kennt (und liebt). Schlussendlich vereinen die Songs der früheren Deep Purple Präzision, Kraft und Virtuosität in wenigen Minuten.

Gillan in Top-Form

Das Alter merkte man den Herrschaften kaum an. Natürlich brauchte Ian Gillan immer wieder Pausen, damit seine Stimmbänder – auch für die noch anstehenden Konzerte – fit bleiben. Vielleicht sind es auch die vermehrten Pausen, die dafür sorgen, dass Gillan – verglichen mit vergangenen Auftritten vor wenigen Jahren – in Top-Form war. Das merkten die Besucher auch bei Hit wie „Space Truckin'“ oder auch dem legendären und „Smoke On The Water“. Man konnte an diesem Abend kaum glauben, dass Gillan bereits 70 Jahre alt ist. Auch Glover ist bereits 70.

Die Fans waren begeistert

Dass Deep Purple mit den neuen Titeln „Uncommon Man“, „Vincent Price“ oder „Hell To Play“ nicht alle Anhänger der ersten Stunde überzeugt, ist kein Geheimnis. Doch die Lieder wurden zu Zeitpunkten gespielt, in denen treue Fans bereits zu 100 Prozent in Party-Stimmung waren. Wer drei Klassiker hörte und sich bereits freute, Deep Purple in Bestform zu erleben, konnte auch die musikalischen Irrfahrten der neuesten Alben verzeihen. Am Ende gab es noch „Hush“ und „Black Night“ – Hits, die bereits 45 Jahre alt sind und den krönenden Abschluss eines gelungenen Konzertabends darstellten.

"Klassik am Odeonsplatz": München zeigte sich solidarisch mit Terroropfern von Nizza

„Klassik am Odeonsplatz“: München zeigte sich solidarisch mit Terroropfern von Nizza

„Klassik am Odeonsplatz“ – ein Fest für die Münchner Klassik-Freunde. Dieses Mal stand der Klassik-Event aber nicht nur im Zeichen hervorragender musikalischer Werke, sondern auch im Zeichen der Terroropfer von Nizza. Die Veranstalter zeigten sich solidarisch mit den französischen Opfern, die am französischen Nationalfeiertag getötet wurden.

Die Feldherrnhalle strahlte in französischen Farben

„Klassik am Odeonsplatz“ wurde Sonntagabend all jenen Menschen gewidmet, die beim Terrorangriff in Nizza gestorben sind, verletzt wurden oder Angehörige und Freunde verloren haben. Der Chor und das Orchester des Bayerischen Rundfunks spielten – im Rahmen des Konzerts – Ludwig van Beethovens „Neunte Symphonie“ mit der Hymne Europas. „Wir widerstehen dem Terrorismus“, so Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der SPD. Zum vierten Symphonie-Satz wurde zudem die Feldherrnhalle in den französischen Farben angestrahlt.

Freiheit, Gleichheit und Solidarität

„Wir entschieden uns bereits nach den Anschlägen im November des letzten Jahres für Beethovens berühmteste Symphonie“, so Martin Wagner, BR-Hörfunkdirektor. Die Verantwortlichen widmeten aber ihr Konzert nicht nur ausschließlich den Opfern aus Nizza, sondern auch jenen Menschen, die in Paris, Istanbul, Brüssel, Bagdad oder sonst wo – durch feige Terrorangriffe – sterben mussten. „Mit unserem Konzert möchten wir die Menschen auch an die europäischen Ideale von Freiheit, Gleichheit und Solidarität erinnern. Wir lassen uns nicht einschüchtern“.

Über 8000 Menschen waren gekommen

8000 Menschen waren zur „Klassik am Odeonsplatz“-Veranstaltung gekommen. Genauso viele wie einen Tag zuvor, als die Philharmoniker zu Gast waren. Am Sonntag waren unter anderem die deutsche Schauspielerin Uschi Glas, Ministerpräsident Edmund Stoiber und auch Sportmoderator Marcel Reif unter den 8000 Gästen.

Darts am Marienplatz? Sport-Tag für Menschen mit und ohne Behinderung

Darts am Marienplatz? Sport-Tag für Menschen mit und ohne Behinderung

Das Motto für Samstag, den 16. Juli? „Gemeinsam Sport – Gemeinsam Spaß“. Das Bildungs- und Sport-Referat und die Allianz Deutschland AG laden Menschen mit und ohne Behinderungen ein, in Zweier-Team als sogenannte „Buddies“ Sport zu machen.

Am 16. Juli wird es sportlich

Am Samstag, den 16. Juli 2016, können 20 verschiedene Sportarten am Marienplatz ausprobiert werden. Bereits zum sechsten Mal findet der Sporttag statt und sorgt mit einer besonderen Aktion für Aufsehen: Zwischen 11 Uhr und 16 Uhr können Menschen mit und ohne Behinderungen in Zweier-Teams verschiedene Aufgaben lösen. Dazu gehören Weitsprung, Ballweitwurf und Sprint – die „Buddy“-Partner übernehmen. Der Spaß steht im Vordergrund; die Sportangebote können kostenlos genutzt werden.

Über 20 Sportarten werden vorgestellt

„Wir würden uns besonders freuen, wenn viele Besucher nach München kommen und als ‚Buddies‘ in Zweier-Teams von Menschen mit und ohne Behinderungen das ‚Deutsche Sportabzeichen‘ absolvieren“, so die Münchner Oberbürgermeisterin Christine Strobl. „Wir möchten den Menschen die Möglichkeit geben, dass sie voneinander lernen und gemeinsam ein sportliches Ziel verfolgen und auch erreichen. Nur so können Berührungsängste abgebaut werden“, ist Christine Strobl überzeugt. Neben den traditionellen Sportarten wie Fußball, Basketball, Klettern oder Tischtennis, können auch neue Sportangebote wie Darts, Rollstuhl-Partnerakrobatik oder verschiedene Koordinationstests ausprobiert werden. Auch Handbikes werden am kommenden Samstag zur Verfügung stehen.

Paralympic-Star Denise Schindler übernimmt Schirmherrschaft

Auf einer 200 Quadratmeter großen Fläche, die direkt auf dem Marienplatz aufgebaut wird, können Sportler vor allem die inklusiven Sportarten präsentieren. Auch zahlreiche Gäste haben ihr Kommen angekündigt: Markus Rehm und Denise Schindler, zwei Paralympic-Stars, werden definitiv an der Veranstaltung teilnehmen. Denise Schindler gewann im Straßenrennen die Paralympics-Silbermedaille; sie ist auch die Schirmherrin der um 14.30 Uhr beginnenden Veranstaltung. Schindler wird mit ihrem Buddy, dem bayerischen Zehnkampf-Meister Maximilian Koch, das „Deutsche Sportabzeichen“ absolvieren. Dabei werden vor allem die motorischen Fähigkeiten wie Schnelligkeit, Ausdauer, Koordination und Kraft gefragt sein.

"Deutschland-Premiere": Ein Magazin im Zeitungsformat?

„Deutschland-Premiere“: Ein Magazin im Zeitungsformat?

Ein Magazin im Zeitungsformat? Ein Projekt, das sich vom restlichen Angebot abhebt, jedoch auch viel Kritik einstecken musste. Anna Ziegelbauer, Anita Bauer und Anna Walter, drei Modejournalismus-Studentinnen, die an der „Akademie Mode und Design“ studieren, haben mit ihrem Projekt für Aufsehen gesorgt.

„Wahre Größe“ – das erste Magazin im Zeitungsformat

Am Montag präsentierten die drei Studentinnen das erste Magazin im Zeitungsformat. Der Titel? „Wahre Größe“. Mit 400 x 750 mm ein „Riesenformat“ für ein Magazin. Sabine Resch, sie leitet den Bereich Modejournalismus an der „Akademie Mode und Design“, weiß, dass es sich um eine „Deutschland-Premiere“ handelt. Noch nie wurde eine Modezeitung im „nordischen Vollformat“ gedruckt. Doch nicht nur das Format ist „anders“ – die gesamte Zeitung entspricht nicht dem „klassischen Design“. So gibt es ein Yoga-Model, das Übergröße trägt, Flirts mit der modischen Zeitgeschichte und humorvolle Bildstrecken. Dass nicht alle mit der Zeitung zufrieden sind, ist kein Geheimnis. Doch die drei Studentinnen sind sicher ihrer Sache sicher und wissen, dass hin und wieder auch neue Ideen verwirklicht werden müssen, auch dann, wenn sie nicht allen Branchenkennern gefallen.

Ist kritischer Modejournalismus überhaupt erlaubt?

Die drei Studentinnen befassen sich aber auch mit kritischen Themen. So etwa mit Eltern, die ihren Nachwuchs als Model vermarkten. Darf der Modejournalismus aber überhaupt kritisch sein? „Nicht darf, er muss“, so Ziegelbauer. Die drei Studentinnen sind auch davon überzeugt, dass „Online“ nicht gegen „Print“ gewinnen kann. „Die Zeit der Blogger neigt sich dem Ende zu“, so die Studentinnen. „Der heutige Konsument will wieder mehr Hintergrundwissen“, so Anita Bauer abschließend.

Zwischen Lob und Kritik – eine Gratwanderung

Ob ein royal gestyltes Pärchen am Cover – zu Zeiten des Brexits – doch zu politisch gewesen wären? Anna Ziegelbauer weiß, dass – wenn man sich für ein derartiges Cover entschieden hätte – der Leser die Story suchen würde. „Der Leser wäre sich verloren vorgekommen, hätte die Story zum Cover gesucht und wäre unzufrieden gewesen, weil es so einen Text nicht gibt“. Die drei Studentinnen wissen, dass es das Privileg der Jugendlichen ist, sich auch einmal kreativ austoben zu dürfen. Aus diesem Grund macht es ihnen nichts aus, von mehreren Seiten kritisiert worden zu sein. Schlussendlich gab es auch genügend Lob und für eine der drei Studentinnen bereits ein Jobangebot.

Entwicklungshilfe: In München sollen nun neue Projekte verwirklicht werden

Entwicklungshilfe: In München sollen nun neue Projekte verwirklicht werden

Entwicklungshilfe bedeutet nicht nur den Bau eines Brunnens oder auch ein Verteilen von Lebensmitteln; Entwicklungshilfe bedeutet auch, neue Ideen zu haben sowie Impulse zu setzen. Auf Basis jener Faktoren, sollen nun neue Projekte in München verwirklicht werden. Im „Innovation Accelerator“ des „World Food“ Programmes, sollen neue Ideen und Projekte ins Leben gerufen werden. Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller haben das „Innovation Accelerator“ eröffnet.

München hat sich gegen neun andere Standorte durchgesetzt

Dabei soll das neue Zentrum in der Innenstadt zu einem Ort werden, an dem NGOs sowie Start-ups mit neuen Ansätzen im Bereich der Entwicklungshilfe arbeiten sollen. Bernhard Kovac, Leiter des „Innovation Accelerator“ wünscht sich, am neuen Standort auch Mentoren zu treffen, die Projekte fördern und unterstützen. München ist zwar – im Vergleich zu anderen Standorten – die wohl kleinste Stadt, hat jedoch ein enormes Potential. Denn München hat nicht nur eine lebendige Start-up-Szene, sondern auch Top-Universitäten sowie auch zahlreiche Unternehmen, die auch in Ideen investieren möchten. Auch die wirtschaftliche Lage darf keinesfalls unterschätzt werden. Kovac ist sicher, dass der Standort nicht besser gewählt hätte werden können.

Unterstützungen gibt von Seiten des bayerischen Freistaats und der Bundesregierung

„Wir haben 10 Standorte miteinander verglichen und sind am Ende auf das Ergebnis gekommen, dass es München werden soll. Natürlich werden wir vom bayerischen Freistaat und der Bundesregierung unterstützt, sodass es uns leichtgefallen ist, München auszuwählen“, so Kovac. Natürlich liegt es auch am Geld. Innovation darf auch seinen Preis kosten. Die Ideen sollen nicht nur durch Mentorenprogramme und Coaching unterstützt, sondern – wenn alle Seiten überzeugt sind – auch finanziell gefördert werden. Nur so können die Ideen, die sehr wohl gut und neu sind, auch derart verwirklicht werden, dass sie den Menschen helfen, die in Entwicklungsländern leben.

FC Bayern München: Diese acht Dinge wird Ancelotti sofort ändern

FC Bayern München: Diese acht Dinge wird Ancelotti sofort ändern

Mit Carlo Ancelotti weht ein frischer Wind beim Rekordmeister. Es ist klar, dass es viele Veränderungen geben wird. Hier sind die 8 markantesten.

Neue Assistenten

Mit Carlo Ancelotti kommt nicht nur ein neuer Cheftrainer nach München. Der Italiener bringt gleich ein ganzes Team von Vertrauten mit. Neben seinem englischen Co-Trainer Paul Clement ist ihm dabei vor allem die neue Besetzung des Fitness- und Ernährungsbereichs wichtig. Den Chef-Fitnesstrainer Giovanni Mauro unterstützen dessen Sohn Francesco sowie Ancelottis Sohn Davide. Als Ernährungsberater wird der Italiener Mino Fulco fungieren. Aus dem alten Stab bleibt einzig Urgestein Hermann Gerland auch unter dem neuen Coach im Amt.

Umgang mit den Medien

Ancelotti gilt als deutlich medienfreundlicher als sein Vorgänger, der Interviews als eher störend empfand und ist daher bei Journalisten und Reportern sehr beliebt.

Taktische Ausrichtung

Anstatt stur seiner Eingebung zu folgen wie es Guardiola zumeist getan hat, hört Ancelotti viel mehr auf seine Spieler und versucht immer jeden auf dessen Lieblingsposition spielen zu lassen. Auch für Experimente ist er nicht so offen. Sein Grundkonzept wird zudem defensiver aussehen und mehr von Konterfußball geprägt sein.

Mannschaftsführung

Auch im persönlichen Umgang mit seinen Spielern unterscheidet sich Ancelotti grundlegend von seinem Vorgänger. So hat er stets ein offenes Ohr für alle und neigt nicht zu Wutausbrüchen. Laut Sami Khedira, der zwischen 2013 und 2015 vom Italiener trainiert wurde, hat dieser „die Mannschaftsführung perfektioniert“.

Torwart-Philosophie

Ancelotti ist der Überzeugung, dass ein Torwart zuerst Tore verhindern und erst dann daran denken sollte, auch mitzuspielen. Manuel Neuer wird also, auch weil die Abwehr zukünftig nicht mehr so hoch stehen wird, weniger als mitspielender Torwart in Aktion sein.

Die Rolle von Kimmich

Guardiola sah Kimmich als spielstarken Innenverteidiger. Unter Ancelotti soll der Shooting Star aber weiter vorne spielen, in der Zentrale oder auf den Außenbahnen. Gegen sehr defensiv eingestellte Gegner ist zudem auch ein Einsatz als offensiver Außenverteidiger denkbar.

Coaching

Im Gegensatz zum temperamentvollem Spanier Guardiola, der oft wie ein HB-Männchen an der Seitenlinie auf und abgesprungen ist, gilt Ancelotti als wahrer Stoiker an der Seitenlinie. Er steht meist ruhig und mit Kaugummi im Mund vor der Bank und gibt nur ab und zu kleine Anweisungen an seine Spieler.

Der Plan mit Robben und Ribery

Die letzte Saison war für das einstige Erfolgsduo hart und viele Verletzungen warfen sie zurück. Ancelotti gilt vor allem als großer Robben-Fan und wird im topfitten Zustand auf jeden Fall auf ihn setzen. Ähnlich wie bei Ribery hängt das aber sehr stark davon ab, ob beide vom Verletzungspech verschont bleiben.

Surfen In München: Noch weitere surfbare Wellen an diversen Münchner Plätzen

Surfen In München: Noch weitere surfbare Wellen an diversen Münchner Plätzen

Warteschlangen vor dem Eisbach? Keine Seltenheit mehr. Die Welle am Eisbach wird immer beliebter. An der Floßlände ist ebenfalls ein Surfspot entstanden; auch hier tummeln sich Sportbegeisterte. Die SPD fordert bereits weitere surfbare Wellen an diversen Münchner Plätzen. Die zwei Standorte würden definitiv nicht mehr ausreichen, so die Politiker.

München – Hotspot für Surfer

Surfen am Eisbach? Eine Touristenattraktion, die seit Ewigkeiten zum Münchner Stadtbild gehört und weltweite Anerkennung gefunden hat. Surfen ist zum „Münchner Lifestyle“ geworden. Am Eisbach kann das ganze Jahr gesurft werden; es handelt sich um die „konstanteste sowie beste Flusswelle der Welt“. An der Floßlände ist das Surfen nur zu bestimmten Zeiten erlaubt. Technische Gründe machen es unmöglich, die Anlage ganzjährig zu nutzen. Die Floßlände liegt beim Naturbad „Maria Einsiedel“, etwas außerhalb der Stadt. Viele Surfer kommen zur Floßlände, weil die Eisbachwelle bereits ein Touristenmagnet geworden ist. Das hat auch die Politik erkannt. Die SPD fordert daher zusätzliche Standorte.

In Kooperation mit der Hochschule München

Der Surfsport wird immer beliebter; immer mehr Menschen gehen dem speziellen Hobby nach, sodass weitere Plätze errichtet werden müssen. So lautet (sinngemäß) der Antrag der SPD, die weitere surfbare Flusswellen in München fordert. Die Floßlände und der Eisbach würden definitiv nicht mehr ausreichen. Die SPD kooperiert seit geraumer Zeit mit der Münchner Hochschule, die derzeit an dem Projekt der stehenden Wellen in fließenden Gewässern arbeitet. Die SPD möchte neue Stellen an der Marienklause, am Flauchersteg und an der Würm. Auch am Eisbach sollen weitere Stellen errichtet werden. Der Standort Marienklause wurde bereits überprüft – das Potential ist vielversprechend. Der Nutzwert liegt bei 0,82 (maximal 1).

Wird München der Hotspot für Surfer?

Am Flauchersteg soll ebenfalls eine neue Welle entstehen. Jener Bereich müsste jedoch umgebaut werden. Zu beachten sind dabei aber die Pegelstände. Die SPD kann sich auch einen Standort in der Würm vorstellen. Mit der Schaffung weiterer Wellen, könnte München noch attraktiver und tatsächlich zum Hotspot für Surfer werden. In Bayern – genauer gesagt in Bad Reichenhall, Passau, Nürnberg, Chiemgau, Wolfratshausen – wurden bereits Initiativen gestartet, weitere Wellen zu errichten.

SPD München kämpft um neue Werkswohnungen

SPD München kämpft um neue Werkswohnungen

Die Münchner SPD fordert neue Werkswohnungen, noch höhere Häuser und den Baustopp von Eigentumswohnungen auf städtischen Flächen. Dieter Reiter, Münchens Oberbürgermeister, war nicht am Parteitag, reagierte jedoch bereits einen Tag später auf die Forderung der SPD.

Die SPD – die Partei der Mieter

Stundenlang diskutierten die Delegierten am SPD-Parteitag über Bebauungspläne, Mietrecht und Maklerkosten. Roland Fischer, Vorstandsmitglieder der SPD München, sorgte jedoch für ein Raunen im Saal, als er an das Mikrofon trat und eine E-Mail verlas. Ein 70 Jahre alter Münchner, der in der Jahnstraße wohnt, wollte einen Mietzuschuss für seine 600 Euro teure Mietwohnung, da er die Kosten mit seiner Rente nicht mehr aufbringt. Im Gegenzug erhielt er die Nachricht der Mieterhöhung – er soll ab sofort 1.240 Euro bezahlen. Derartige Mietpreiserhöhungen sind legal, wenn sie auf Grund Sanierungsmaßnahmen erfolgen.

Statt Mietkostenzuschuss gab es eine Erhöhung

Den Delegierten wurde bewusst, warum Wohnungspolitik ihr persönliches Thema ist. Es geht nicht nur um Paragrafen oder diverse Fachbegriffe, sondern um die Münchner, die – wenn es so weitergeht – aus ihrem Lebensumfeld verdrängt werden. Die SPD München, die „Mieter-Partei“, will „bezahlbaren Wohnraum“, so SPD-Vorsitzende Claudia Tausend. Die Delegierten beschlossen daraufhin, dass Eigentumswohnungen nicht mehr auf den städtischen Flächen gebaut werden dürften. Auch Oberbürgermeister Dieter Reiter wurde vom Parteitag beauftragt, eine Initiative zum Werkswohnungsbau zu starten. Reiter, der auf Grund von Terminkollision nicht am Parteitag anwesend war, sondern erst am nächsten Tag für ein Zeitungsinterview zur Verfügung stand, gab sich offen für die Vorschläge und Beschlüsse des Parteitags. „Ich will grundsätzlich keine Eigentumswohnungen mehr haben, doch im Einzelfall wird gebaut. Wenn die Situation Sinn macht, werden wir es nicht verhindern“, so Reiter. Eine Stellungnahme, die keine großen Hoffnungen zulässt.

Der Stadt sind oft die Hände gebunden

Die Möglichkeiten der Stadt sind begrenzt. Daher hofft die SPD auf den Bund. Am Parteitag verwies Florian Pronold, Baustaatssekretär, auf die Mietpreisbremse und das sogenannte Bestellerprinzip bei Provisionen. Pronold kündigte des Weiteren an, abermals die Rechte der Mieter stärken zu wollen. Ein Rechtsanspruch auf Zurückzahlung, wenn Mieter zu viel bezahlt haben, solle endlich eingeführt werden.

Die Frage nach den Wohn-Hochhäusern

Die SPD-Vorsitzende Tausend sprach auch noch über die Höhe der künftigen Bauten. Oberbürgermeister Reiter bestätigte zwar, dass es keine Wohn-Hochhäuser geben werde, jedoch sollten Häuser, die sieben Stockwerke haben, kein Problem sein. Auch hier dämpfte der Oberbürgermeister die Erwartungen.

Italienische Lokale sind ausgebucht: so wartet München aufs EM-Viertelfinale am Samstag

Italienische Lokale sind ausgebucht: so wartet München aufs EM-Viertelfinale am Samstag

28.000 Italiener leben in München. Kein Wunder, dass sich die bayerische Landeshauptstadt auch gerne als „nördlichste Stadt Italiens“ bezeichnet. „Wir kommen weiter“, lautet die Devise der Italiener, wenn sie an kommenden Samstag denken. „Deutschland hilft nur das Gebet“, so Silvestro Furia, der vor 30 Jahren nach München kam.

Deutschland trifft am Samstag auf Italien

München wünscht der deutschen Nationalmannschaft viel Erfolg für die Partie gegen Italien. Ganz München? Nein. Rund 28.000 Italiener, die in München leben, werden Buffon und Co. die Daumen drücken. In Pizzerien, Osterien und Eiscafés wird am Samstag die Hölle los sein. Gastwirte berichten über heiß laufende Telefone; jeder möchte einen Tisch irgendwo reservieren und sich das Viertelfinale mit seinen Freunden in einem Lokal ansehen. Stühle werden enger zusammengestellt, Flachbildschirme aufgebaut und spezielle Menüs gekocht. „Wir sind ausgebucht“, heißt es etwa bei „H’ugo’s“, dem italienischen Szene-Lokal. 17 Bildschirme, 5 Leinwände, italienischer Wein und – wenn das Wetter passt – eine offene Terrasse. Tipp: Im „La Vecchia Masseria“ gibt es noch freie Plätze.

In München leben 28.000 Italiener

Die meisten Fans werden, so die Polizei, an der Leopoldstraße erwartet. Vor allem rechnet die Münchner Polizei mit einem vermehrten Aufkommen von Fußballbegeisterten. „Das ist aber immer so, wenn wir auf Italien treffen“, so ein Polizist. Wohl auch, weil in München – laut dem Statistikamt – 27.768 Italiener leben. Ende 2015 waren es noch 25.620 Italiener. Gewinnen die Italiener, werden sie die Leopoldstraße wohl in eine „Fanmeile“ verwandeln. Schon nach dem Sieg gegen Spanien, waren die Italiener kaum zu halten und feierten den Aufstieg mit Hupkonzerten.

„Italien gewinnt mit 3:1“

Auch Silvestro Furia, ein seit 30 Jahren in Deutschland lebender Koch, freut sich auf das Spiel. Er werde an der Leopoldstraße die Daumen drücken; Frau und Kinder bleiben daheim und unterstützen die Italiener vor dem TV-Gerät. „3:1 für Italien“, so der Tipp des 52-Jährigen, der mit 22 Jahren nach München kam. „Die starke Defensive ist nicht zu schlagen“, ist sich Furia sicher. „Deutschland hilft nur ein Gebet“.

Wer wird jubeln?

In der Schwabinger Eisdiele ist mit Sicherheit für gute Stimmung gesorgt, wenn die italienischen Fußballfans mit blauen Trikots begrüßt und bedient werden. Natürlich dürfen auch die kleinen italienischen Fähnchen nicht fehlen, die als Deko dienen. Willkommen sind alle, nicht nur Italiener.

Bieitos "La Juive" wurde im Rahmen der Münchner Opernfestspiele aufgeführt

Bieitos „La Juive“ wurde im Rahmen der Münchner Opernfestspiele aufgeführt

Sonntagabend waren nicht alle über Fromental Halévys „La Juive“ begeistert. Die selten gespielte Oper, inszeniert von Calixto Bieitos, wurde im Rahmen der Münchner Opernfestspiele aufgeführt. Besonders überraschend: Bieito entfernte alle religiösen und historischen Bezüge eliminiert. Die Bühne war versehen mit einem einzigen Objekt: einer Mauer aus Metall. Sie sollte die ideologische sowie religiöse Mauer in den menschlichen Köpfen präsentieren. Während die weiblichen Hauptdarsteller gefeiert wurden, blieb der Applaus beim Staatsorchester beinahe zur Gänze aus.

Eine Aufführung, die nicht zu 100 Prozent überzeugte

„La Juive“ wurde das erste Mal 1983 in Paris aufgeführt. Halévys Oper zählte zu den meistgespieltesten Aufführungen des 19. und auch frühen 20. Jahrhunderts. Heute zählt das Werk zu der idealtypischen Verkörperung der „Grand-Opéra“; Aufführungen sind rar und wenn sie dann neu inszeniert werden, oft umstritten. So auch Halévys Inszenierung, die für geteilte Stimmen sorgte.

Die Hauptdarstellerinnen überzeugten

Aleksandra Kurzak und Vera-Lotte Böcker, die Hauptdarstellerinnen, welche Rachel und Prinzessin Eudoxie verkörperten, begeisterten das Publikum. Auch Roberto Alagna, der in der Rolle des Èléazar zu sehen war, erhielt tobenden Applaus. Gefeiert wurden auch Ain Anger (Kardinal de Brogni) und John Osborn (Reichsfürst Leopold). Verhalten war das Publikum jedoch beim Bayerischen Staatsorchester, das unter der Leitung von Bertrand de Billy stand.

Die Münchner Opernfestspiele werden noch bis Ende Juli 2016 aufgeführt.